Radverkehrskonzept, die Weserbrücke und der Denkmalschutz – historische
Bauwerke müssen ihren Zweck erfüllen.

3. März 2026

Radverkehrskonzept, die Weserbrücke und der Denkmalschutz – historische
Bauwerke müssen ihren Zweck erfüllen.


Das Radverkehrskonzept sieht vor, dass Radfahrer in Zukunft beim Überqueren der
Weser auf der Straße fahren sollen. Dazu wird die Geschwindigkeit für Autos auf
der Weserbrücke auf 30 km/h reduziert und die Fahrbahn wird zu einer
Fahrradstraße. „Das dort geplante Konzept ist mit einer Gefährdung von
Radfahrerinnen und Radfahrern verbunden. Der Wechsel vom Radweg auf die
Fahrbahn und mögliche Unachtsamkeit von Autofahrern und Radfahrern sowie der
tote Winkel bei LKWs kann auf der Rintelner Weserbrücke zu einem
Unfallschwerpunkt führen,“ so Dr. Fabian Horn, Bürgermeisterkandidat für Rinteln
von FDP und CDU.

Er ergänzt: „Aus der Verwaltung hieß es immer, dass die
Weserbrücke unter Denkmalschutz steht, dass das zu niedrige Geländer daher nicht
erhöht werden könne und der gemeinsame Rad- und Gehweg zu schmal wäre und
ebenfalls nicht verbreitert werden könne.“ In diesem Zusammenhang überrascht
die Aussage von Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und
Verkehr in Hameln, der am 24.02.2026 in der Schaumburger Zeitung, der keinen
Konflikt mit dem Denkmalschutz sieht, wenn das Geländer erhöht und
möglicherweise auch der gemeinsame Rad- und Gehweg verbreitert würde, womit
ein „historisches Bauwerk auch seinen Zweck erfüllen muss.“


„Um den potentiellen Unfallschwerpunkt zu vermeiden sollte die Verwaltung den
Denkmalschutz konsultieren, die Inanspruchnahme möglicher Förderprogramme
prüfen und sofern die Prüfung zu einem positiven Ergebnis führt, Autos und
Radfahrer weiterhin baulich getrennt über die Weserbrücke leiten,“ so Dr. Horn.


Matthias Wehrung von der CDU pflichtet Horn bei: „Die räumliche Trennung von
Rad- und Autoverkehr auf der Weserbrücke fordert die CDU-Fraktion im Ortsrat
Rinteln seit Jahren, denn hier geht es auch und insbesondere um die Sicherheit
unserer Kinder.“